Starke Romanshorner Kanuten an den Olympic Hopes

v.l.n.r RLZ-Trainer Stephan Steger, Maria Leistner, Cyrill Pfister, Luca Lauper, Maurus Züllig, Silvan Diethalm, Raphael Muff, Nati-Trainer Matthias Krähenbühl

In Szeged im  Süden Ungarns, dem Wimbledon des Kanurennsports, fanden vergangene Woche die Olympic Hopes statt. Am bedeutendsten Jugendwettbewerb  kämpften Athletinnen und  Athleten  aus  21 Nationen, wegen Corona ohne Publikum, um Sieg und Ehrenplätze. Die kleine Schweizer  Delegation, eine Mädchen und  fünf Jungs, vier davon vom Kanu-Club Romanshorn und zwei aus  Rapperswil, stand  unter der  Leitung des Junioren-Nationaltrainers Matthias Kreienbühl.

Besonders gut  in Szene setzen konnte sich die Romanshornerin Maria Leistner. Jedes Mal qualifizierte  sie  sich für den A-Final der  besten  neun. Am ersten Tag im Kajak-Einer über 1000 Meter überzeugte sie mit einem 6. Rang. Am 2. Tag über 500 Meter verbesserte sie sich und wurde Fünfte. Über 200 Meter, eigentlich ihrer  stärksten Disziplin, startete sie fulminant. Zu Ende fehlte  ihr dann aber die  Kraft, und sie  musste  sich  mit dem 7. Platz begnügen. Insgesamt  durfte Maria Leistner mit ihrem ersten Einsatz an einem grossen internationalen  Wettkampf zufrieden sein.

Silvan Diethelm startete im Einer und  im Zweier. Im Einer  fehlte  nur 3 Zehntelsekunden für  die Finalqualifikation. Umso besser lief  im Zweier  mit dem Rapperswiler Muff. Sie wurden Fünfte. Im selben Finallauf war auch Maurus Züllig mit dem Rapperswiler Lauper, die auf dem 9. Platz das Rennen beendeten. Der 3. Athlet  des KCRo, Cyrill Pfister, konzentrierte sich auf den Kajak-Einer über 200  Meter. Für ihn war da der   Halbfinal jedoch Endstation. Der Stützpunkttrainer  von Romanshorn, Stefan Steger, der in Ungarn  mit dabei war, zeigte sich hocherfreut über die Leistungen «seiner» Athleten. Der grosse Trainingsaufwand in den letzten Monaten, über 10 Stunden pro Woche, habe sich gelohnt. Alle hätten für die Zukunft lehrreiche Erfahrungen mitnehmen können.

Resultate und Livestream: https://canoeszeged2020.com/

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Bild und Text: Stephan Steger

Starker Romanshorner Kanu-Nachwuchs

In der Corona bedingten kürzeren Kanusaison bildeten die Schweizermeisterschaften in Rapperswil den Saisonhöhepunkt der Regatta-Kanuten. Dabei eroberte das 24-köpfige Team des Kanu-Clubs Romanshorn 37 Medaillenränge, dabei 15 Meistertitel. Besonders erfolgreich waren  die Mädchen. Maria Leistner durften sich je 7 Goldmedaillen umhängen lassen.

 

Bei der Elite und bei den Junioren stellte der KCRo wenig Teilnehmer mit wenig Ambitionen. Ganz anders ist die Situation beim  Nachwuchs. Bei der weiblichen Jugend war Maria Leistner die grosse Dominatoren. Sie gewann im Kajak-Einer über alle drei Distanzen deutlich. Im Zweier bildete sie mit Jana Fäh tolles Duo, das sogar mit wesentlich  älteren Kanutinnen  mithalten könnte. Etwas weniger erfolgreich waren bei der männlichen Jugend Maurus Züllig und Silvan Diethelm, was  aber auch an der starken Konkurrenz lag. Auch sie lieferten einen starken Wettkampf ab und wurden mit  mehreren Medaillen belohnt. Teilweise  starteten sie auch bei den Junioren und waren so  mit Cyrill Pfister und Derek Stürm erfolgreich.

 

Ebenso dominant wie  Maria Leistner war Malin Fäh bei den weiblichen Benjamin. Selbst in  der nächsthöheren Altersklasse kam sie aufs Siegerpodest. Mit Mia Buchle, Lea Belkova und Lena Bieri kam es im Zweier zu einem Romanshorner Doppelsieg. Zwei Meistertitel erkämpfte sich Ladina Amherd bei den Schülerinnen. Mit Hanna Nemet und Shayenne Fischer trugen die beiden Mädchen beim Zweier über 500 Meter zu einem zweiten Doppelsieg bei. Sebastian Bachmann und Timon Hagios heissen die  Romanshorner  Medaillengewinner bei den  männlichen Benjaminen.

SM-2020-Rangliste-Samstag-5.-September-2020

SM-2020-Rangliste-Sonntag-6.-September-2020

 

Autor: Peter Gubser, Bild: Stephan Steger